Kurze Biografie

Muhammet Mertek wurde 1964 in Espiye, einer Kleinstadt am Schwarzen Meer in der Türkei geboren. Von 1983 bis 1987 studierte er zunächst Germanistik und Pädagogik an der Universität Ankara, anschließend bis 1992 Germanistik, Pädagogik und Nordistik in Münster. Seit 1992 ist er als Lehrkraft für Türkisch tätig und unterrichtet zurzeit an der Sophie-Scholl-Gesamtschule in Hamm die Fächer Türkisch und Islamunterricht in deutscher Sprache.

Muhammet Mertek setzt sich schon seit Jahren aktiv und engagiert für den Dialog zwischen Menschen, Kulturen und Religionen in der Gesellschaft ein. In Vorträgen an Schulen und Universitäten sowie auch vor Vereinen und Kirchengemeinden hat er zu Themen wie Migration und Migrationsprobleme, Schule und Alltag, Integration, Grundlagen des Islams, Islam und Wissenschaft, Frau im Islam oder Dialog und Toleranz in der Öffentlichkeit Stellung bezogen. Zu diesen Themen hat er auch mehrere Bücher und zahlreiche Artikel verfasst. Darüber hinaus betreute er jahrelang auch die Veröffentlichung von Büchern anderer Autoren als Lektor und Redakteur. Muhammet Mertek ist Mitbegründer des Bildungs- und Umweltvereins e.V. und des Instituts für Information über Islam und Dialog e.V. in Hamm.

Als Lehrbeauftragter für islamische Fachdidaktik hat er 2013 an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck (Österreich) zwei Semester lang Lehramtsstudierende höheren Semesters in Theorie und Praxis der allgemeinen Didaktik und der sich entwickelnden Fachdidaktik für den Islamischen Religionsunterricht eingeführt.

Bücher:

  1. Türkisch-deutsches Wörterbuch islamischer Begriffe; Izmir 1997, 2. überarbeitete Auflage Frankfurt am Main 2012
  2. Kunterbunte Welt; Hückelhoven 2000
  3. Der Islam: Glaube, Leben, Geschichte; 2. Auflage Hamm 2004, 3. überarbeitete Auflage Frankfurt am Main 2012
  4. Tschingis Aitmatov; Kindheit in Kirgisien (Übersetzung ins Türkische, erschienen unter dem Titel „Cocuklugum“; Istanbul 2002
  5. Avrupa`daki Anadolu: Toplum, Eğitim, Dil (Anatolien in Europa: Gesellschaft, Erziehung und Bildung, Sprache); Istanbul 2006
  6. Lehr- und Arbeitsmaterialien für den Islamunterricht 1; Hamm 2009
  7. Beigetragen hat er als Übersetzer aus dem Deutschen ins Türkische und Lektor des Buches von Prof. Fuat Sezgin „Jubiläumsband zum dreißigjährigen Bestehen des Institutes für Geschichte der Arabisch-Islamischen Wissenschaften. In europäischen Sprachen erschienene Vorworte zu Publikationen des Institutes aus den Jahren 1984 bis 2011“; Timaş Yayınları; Istanbul 2014
  8. Ömer Seyfettin – Seçme Hikayeler/Ausgewählte Kurzgeschichten; Önel Verlag; Köln 2016
  9. Ömer Seyfettin – Seçme Hikayeler/Ausgewählte Kurzgeschichten; Çalışma Kitabı/Arbeitsbuch; Önel Verlag; Köln 2016

Beiträge in Sammelbänden:

  1. Die Schulbildung türkischer Migranten. Türkei-Europa, Zwischen Partnerschaft und Konfrontation; 2006
  2. Dialog als menschliche Verpflichtung. Schritte zu einer Kultur des Miteinanders; 2008
  3. Ethik und Gesellschaft, Ethik im Weltkontext, Springer VS; 2014

Artikel:

  1. Türkische Kinder in Deutschland: Signale und Ursachen eine
  2. Für Dialog und Toleranz zwischen verschiedenen Zivilisationen
  3. Islam, Terror und Dschihad
  4. 45 Jahre Migration und Integration
  5. Wertvorstellungen in der muslimischen Familie
  6. Türkische Kinder im Labyrinth der Gesellschaft
  7. Eine Tüte Türkisch
  8. Der Tod in der Fremde
  9. Der Dialogtisch und die Ausprägung der Identität
  10. Eine Bilanz der Migration
  11. Arabesken für die Unendlichkeit
  12. Der steinige Weg zur Mehrsprachigkeit
  13. Die Wirkung der religiösen Werte auf die Identitätsbildung
  14. Der erste Medizin-Ethiker der Welt: Ar-Ruhawi
  15. Auf dem Weg zum Zusammenleben
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